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Was ist ein QR Code? – einfache Erklärung & Beispiele

  • by Anatoli Bauer

An den kleinen pixeligen Bildchen auf unzählbaren Artikeln mit der kryptischen Bezeichnung QR-Code kommt man im Alltag fast nicht mehr vorbei. Doch was sind diese Codes eigentlich genau? Das erfahren Sie in dem folgenden Ratgeber.

Begriffsbestimmung

Bei dem QR-Code handelt es sich um eine Abkürzung für Quick-Response-Code. Übersetzt heißt das so viel wie „schnelle Antwort Code“. Es ist eine, meist schwarz-weiße, Grafik die viele Informationen enthält. Diese lassen sich anschließend, zum Beispiel durch das Abscannen mittels eines mobilen Gerätes, auslesen.

Die Funktionsweise

Vereinfacht dargestellt werden die hinterlegten Informationen so codiert, dass ein individuelles Grafikmuster entsteht. Dabei ist es möglich bis zu 4296 Zeichen in einem QR-Code abzuspeichern. Durch das Scannen des Codes wird das individuelle Muster wieder decodiert und für die Person werden die Daten dahinter sichtbar.

Mehrere feste Markierungen im grafischen Code sorgen dafür, dass der Scanner Orientierungspunkte hat und so aus verschiedenen Winkeln ein auslesen möglich ist. Das erhöht die Benutzerfreundlichkeit und vereinfacht die Anwendung.

Arten von QR-Codes

Man unterscheidet die Codes in statische und dynamische QR-Codes. Bei einem statischen QR-Code sind die Daten nach Erstellung der grafischen Codierung nicht mehr veränderbar. Für eine Veränderung müsste ein neuer Code erstellt werden.

Bei einem dynamischen Code handelt es sich meistens um eine kurze Verlinkung auf eine bestimmte Internetseite. Dieser Link ist zwar auch nicht mehr veränderbar, aber die Internetseite auf die der Code hinweist kann im Nachhinein dann beliebig verändert und erweitert werden.

Dadurch ist es möglich auf bestimmte Internetseiten zu verlinken oder auch andere prägnante Informationen an das auslesende Gerät zu übermitteln.

Die Entstehung

Den Ursprung hat der kleine Code in Japan. Dort haben Mitarbeiter der Firma DENSO den Auftrag bekommen eine Alternative zu dem Barcode zu entwickeln. Ziel war es, Fahrzeugkomponenten im Produktionsprozess besser markieren und zuordnen zu können und die Arbeit der Mitarbeiter dadurch zu erleichtern und zu optimieren.

Nach etwa eineinhalb Jahren entstand so der Quick-Response-Code. Diesen Namen erhielt er dadurch, dass er um ein vielfaches schneller auszulesen war als andere Codes zu der Zeit.

Zusätzlich verzichtete die Firma DENSO auf die Ausübung ihres Patentrechtes. Das ermöglichte eine freie Nutzung der Technologie weltweit und ist ein wichtiger Grund für die enorme Erfolgsgeschichte. So entstand der mittlerweile, weltweit bekannte QR-Code.

Verwendungsmöglichkeiten und Beispiele

Die Anwendungsmöglichkeiten erstrecken sich über fast alle Bereiche des Lebens. Der QR-Code kann als statischer Code auf einer Visitenkarte dafür sorgen, dass Geschäftspartner mit nur einem Abscannen alle wichtigen Kontaktdaten digital zur Verfügung haben.

Eine weitere beliebte Anwendung ist die Verlinkung auf eine Gewinnspielseite von Produktherstellern. Diese kann so gestaltet sein, dass im Rahmen einer bestimmten Periode das Gewinnspiel in festgelegten Abständen wechselt. Der Code kann somit immer gleich bleiben.

Auch der immer größere Social-Media-Markt hat die kleinen Bildchen längst für sich entdeckt. Auf Postern oder Werbeplakaten ist fast immer ein QR-Code zu finden und so kann der Firma oder dem Star direkt über Instagram, Facebook, Twitter und Co. gefolgt werden.

Immer öfter werden auch Zugangskontrollen mittels des Codes automatisiert. Der auf der Berechtigungskarte abgedruckte Code wird kurz an einen Scanner gehalten und unmittelbar danach kann der Zugang, vollkommen elektronisch gesteuert, gewährt werden.

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