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Whatsapp Nutzungsbedingungen versehentlich weggeklickt – was nun?

  • by Anatoli Bauer
Whatsapp Nutzungsbedingungen versehentlich weggeklickt

Der WhatsApp Messenger ist in Deutschland und auch weltweit einer der beliebtesten „Instant-Messenger“. Bei einem „Instant-Messenger“ handelt es sich um eine Kommunikationsplattform, auf der Nachrichten in Echtzeit versendet und empfangen werden können. Im WhatsApp-Messenger konnten ab dem Jahr 2009 erstmals Statusmeldungen an Freunde versendet werden. Durch den steigenden Erfolg der Plattform wurde sie in einen Kurznachrichtendienst weiterentwickelt. Im Jahr 2014 erfolgte die Übernahme durch Facebook mit einer Summe von 19 Milliarden US-Dollar! Die Übernahme durch Facebook wurde von vielen Benutzern mit Kritik gegenüber dem Unternehmen und Protest in Form von der Deinstallation der App aufgenommen. Seit jeher ist Facebook dafür bekannt, dass die Nutzungsbedingungen die Verwendung von privaten Bildern, Videos, Dokumenten und Nachrichten vorsehen.

Obwohl bei der Übernahme das gleiche Verhalten für die Zukunft verneint wurde, kam es trotzdem dazu und Facebook stand letztes Jahr stark in der Kritik durch die Datenschutzbeauftragten der EU. Die Nutzungsbedingungen wurden nämlich nicht klar definiert und waren irreführend. Es passiert schnell, dass man die Nutzungsbedingungen einfach weggeklickt, obwohl man das gar nicht vor hatte. Was können Sie also tun, wenn sie die Nutzungsbedingungen versehentlich weggeklickt haben?

Was sind die Nutzungsbedingungen und was sehen sie bei WhatsApp vor?

Bei den Nutzungsbedingungen handelt es sich um Art von vorformulierter Vertragsbindung, die der Anbieter bereitstellt. Einfach gesagt, formuliert der Anbieter, in diesem Fall Facebook, in einem für alle Benutzer standardisierten Vertrag, welche Recht und welche Pflichten sowohl der Anbieter als auch der Benutzer haben. Meistens wird dem Nutzer mitgeteilt, was er machen und was er nicht machen darf. Auf der anderen Seite wird oftmals auch formuliert, was der Anbieter mit den Personenbezogen Daten machen darf. Da in der EU die Bestimmungen dafür aber sehr umfangreich sind, wird für die Verwendung der personenbezogenen Daten meistens eine gesonderte Datenschutzerklärung bereitgestellt.

Im Fall von WhatsApp gibt Facebook folgende Angaben zu den Nutzungsbedingungen. Das Unternehmen versichert, dass der Datenschutz und die Sicherheit genau nach den Vorgaben eingehalten werden und stetig an der Verbesserung und Erweiterung der Plattform gearbeitet wird, um die Kommunikation mit anderen Nutzern und Unternehmen so reibungslos wie möglich zu gestalten. Außerdem wird versichert, dass der Missbrauch der Plattform und illegale Handlungen untersagt sind und an die Behörden weitergeleitet werden sowie zur Kündigung führen können. Abschreckend wirkt der Abschnitt, in dem davon gesprochen wird, dass sämtliche Daten erhoben werden können, sobald den Nutzungsbedingungen zugestimmt wurde. Dazu zählen Textnachrichten, Sprachnachrichten, Fotos, Videos, Audio-Dateien, Zahlungsinformationen und Informationen zum Nutzerkonto. Wer dieser Bestimmung nicht zustimmt, kann die Plattform nicht nutzen.

Was kann man machen, wenn man die Nutzungsbedingungen bei WhatsApp aus Versehen weggeklickt hat?

Vorerst sollten Sie wissen, ob sie die Nutzungsbedingungen einfach nur weggeklickt beziehungsweise auf „Jetzt nicht“ geklickt haben, oder ob Sie „Ablehnen“ ausgewählt haben.

Wenn Sie aus Versehen auf „Jetzt nicht“ geklickt haben, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Die App wird Sie zu einem anderen Zeitpunkt erneut auffordern, den Bestimmungen zuzustimmen oder abzulehnen. Wenn Sie allerdings mehrmals auf „Jetzt nicht“ geklickt haben, kann Facebook Ihnen die Nutzung von WhatsApp verweigern. Entscheiden Sie sich möglichst schnell, ob Sie bei der nächsten Aufforderung annehmen oder ablehnen wollen. Falls Sie allerdings nicht mehr warten wollen, bis Sie erneut aufgefordert werden, sondern sofort die Nutzungsbedingungen annehmen wollen, gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen können Sie die App löschen und danach wieder installieren und zum anderen können Sie die App zurücksetzten und somit beim Start der App aufgefordert werden, den Bedingungen zuzustimmen.

Für die erste Möglichkeit ist es sehr ratsam, wenn Sie vor der Deinstallation ein „Backup„, also eine Sicherung erstellen. Bei einem Android-Gerät öffnen Sie die App, wählen oben rechts die drei Punkte aus, klicken auf „Einstellungen“, danach auf „Chats“, auf „Chat-Backup“ und am Ende auf „Sichern“.
Bei einem iOS-Gerät öffnen Sie ebenfalls die App, klicken aber unten rechts auf „Einstellungen“, dann auf „Chats“, „Chat-Backup“ und am Ende auf „Backup erstellen“.

Nachdem Sie das Backup erfolgreich erstellt haben, müssen Sie über den Appmanager Ihres Geräts WhatsApp deinstallieren. Danach gehen Sie in den Play- oder App store und installieren die App wieder. Beim Start werden Sie nun erneut dazu aufgefordert, den Nutzungsbedingungen zuzustimmen oder abzulehnen.
Falls Sie die App nicht deinstallieren wollen, können Sie über den Appmanager die Daten der App löschen. Dafür recherchieren Sie am besten, wie das bei Ihrem Gerät funktioniert, da es bei den meisten Smartphones unterschiedlich ist.

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