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PC zusammenstellen – welche Komponenten & Tipps, Anleitung

Computer sind heutzutage nicht mehr wegzudenken aus unserem Alltag. Durch die Digitalisierung besitzen immer mehr Haushalte in Deutschland einen eigenen Rechner. Bei der Anschaffung eines Rechners gibt es zwei Möglichkeiten; entweder man kauft einen Fertigrechner oder baut sich seinen eigenen zusammen.

Welche Vorteile hat ein selbstgebauter Rechner?

Einen Rechner selbst zusammenzustellen hat gleich mehrere Vorteile. Meist ist es günstiger, da der Zusammenbau der Komponenten sich auf den Preis auswirkt. Noch dazu kann man selber entscheiden, welche Komponenten man einbaut und hat einen besseren Überblick über die Komponenten und den eigenen Rechner. Man weiß, worauf es bei einem Rechner ankommt, wie er funktioniert, und hat Spaß beim Zusammenbauen.

Die Vorbereitung

Zunächst sollten Sie sich Platz zum Zusammenbau schaffen, am besten einen Tisch oder einen freien Platz auf dem Boden. Sie sollten alle Komponenten, die wir gleich vorstellen, auf Vorrat haben und ein Schraubenzieher darf auch nicht fehlen.
Wichtig: Wenn Sie die Komponenten anfassen, müssen Sie sich entladen. Heißt, Sie benutzen entweder Handschuhe oder fassen mit der Hand an einen ungefärbten Teil der Heizung, damit eventuelle elektrische Spannungen verschwinden.

Das Gehäuse

Das Gehäuse ist die Haut des Rechners. Sie schützt die Komponenten im Inneren davor kaputt zu gehen und dass sich schnell Dreck ansammelt. Häufig fällt etwas runter oder man stößt mit einem Gegenstand irgendwo gegen. Da ist es besser, wenn das Gehäuse einen kleinen Schaden nimmt, als das z.B. die Platine vom Mainboard oder die Grafikkarte kaputt geht, denn das fällt meist teurer aus.

Auch schützt das Gehäuse die Komponenten vor Staub. Regelmäßiges sauber machen des Rechners ist dennoch notwendig.
Das Gehäuse muss nicht schick aussehen, allerdings gibt es preisgünstige Gehäuse, die Eindruck machen. Wichtiger ist die Art des Gehäuses, also der Formfaktor. Daran orientiert sich der ganze Computer. Soll es ein großer oder ein kleiner Computer sein?
Große Gehäuse haben den Vorteil, dass Sie besser gekühlt werden können, wo hingegen in kleinen Gehäusen sich die Wärme schlechter verteilen kann. Kleinere Gehäuse sind zwar günstiger, aber dafür oftmals die Komponenten etwas teurer, wenn die Leistung gleich bleiben soll.

Das Mainboard

Kommen wir zum Herzstück des Rechners, dem Mainboard oder auch Motherboard genannt. Das Mainboard verbindet alle Komponenten miteinander. Beim Mainboard ist darauf zu achten, dass der sogenannte Sockel, wo der Prozessor befestigt wird, kompatibel ist.

Der Prozessor

Das Gehirn des Computers. Der Prozessor, meistens mit CPU abgekürzt, ist für die Rechenarbeit im Computer zuständig. Es gibt zwei Marktführer für den Prozessor: AMD und Intel. Beide Prozessoren schaffen eine gute Leistung und unterscheiden sich für Computer-Anfänger kaum voneinander. Die Prozessoren haben bestimmte Größen und Formen, welche man Sockel nennt. Der Sockel der CPU sollte zum Sockel des Mainbords passen.

Die Prozessor-Kühlung

Bei der Prozessor-Kühlung gibt es zwei Arten; die Wasserkühlung und die Luftkühlung. Die Wasserkühlung ist die effektivste Art, den Prozessor zu kühlen, aber der Wasserkühler kostet deutlich mehr. Auch hier gibt es wiederum verschiedene Formen. Da die meisten Anfänger die zum ersten Mal einen Computer zusammensetzen, meistens erst eine Luftkühlung benutzen, konzentrieren wir uns auf diese.
Die Luftkühlung besteht aus einem Kühlblock. Auf diesem befinden sich Metall-Lamellen, durch welche die Luft strömt. Die Luft strömt durch einen Lüfter durch die Lamellen, wo die Luft die Wärme vom Kühlblock, den Lamellen aufnimmt. Dadurch wird der Prozessor gekühlt. Der Kühlblock wird direkt auf dem Prozessor am Mainboard befestigt.
Damit die Wärme vom Prozessor zum Kühlblock geleitet werden kann, ist eine Wärmeleitpaste von wichtiger Bedeutung. Diese wird hauchdünn auf dem Prozessor aufgetragen und leitet die Wärme.

Wichtig! Achten Sie bei der Kühler-Auswahl an die Größe des Gehäuses! Ein zu großer Prozessor passt nicht in das Gehäuse rein!

Die Grafikkarte (GPU)

So gut wie jedes Mainboard hat eine kleine Grafikkarte im Computer eingebaut. Diese Grafikkarte reicht meistens aus, um YouTube-Videos zu gucken oder Solitäre zu spielen. Wer mit Grafik arbeitet, viele Videos schaut, mehrere Bildschirme benutzt oder auf dem Computer Spiele spielen will, sollte sich eine Grafikkarte holen. Die Grafikkarte wird am Mainboard befestigt. Grafikkarten sind in der Regel die teuerste Komponente.

Arbeitsspeicher (RAM)

Der Arbeitsspeicher ist das Kurzzeitgedächtnis des Computers. Der Prozessor arbeitet mit vielen Dateien die er berechnet und auf dem Bildschirm anzeigt. Damit das sehr schnell erfolgen kann, gibt es den Arbeitsspeicher. Hier werden die Dateien vorübergehend gespeichert und können ganz schnell vom Prozessor genutzt werden.
Der Arbeitsspeicher besteht aus kleinen langen Platinen, die einfach ins Mainboard gesteckt werden. 8-16 GB Ram sollten hierbei genügen. Wichtig! Es gibt verschiedene Arbeitsspeichertypen, der aktuellste ist der DDR4-RAM-Speicher. Achten Sie hier bitte darauf, dass das Mainboard auch DDR4-Kompatibel ist.

Festplatten (SSD und HDD)

Die Festplatten bilden das Gedächtnis des Rechners, hier werden aller Daten gespeichert. Unterschieden wird dabei in SSDs und HDDs. HDDs sind die günstigsten Festplatten. Sie sind meistens etwas langsamer als die SSDs und haben mehr Speicherplatz. SSDs sind zwar teurer, haben aber eine deutlich bessere Geschwindigkeit.
Wenn Sie viel Speicherplatz brauchen, sollten Sie eine HDD nehmen, wenn Sie mit weniger Speicherplatz auskommen reicht eine SSD. Sie können auch jederzeit eine Festplatte einfach nachrüsten.
Zu empfehlen wäre, eine kleine SSD auf der man Windows installiert und eine HDD für Dateien. Der Computer startet dadurch schnell, ist schnell und man hat genug Speicherplatz zur Verfügung.

Das Netzteil

Jetzt wo Sie alle Komponenten haben, müssen Sie sich nur noch für ein Netzteil entscheiden. Das Netzteil sollte genug Leistung (Watt) haben um die Komponenten mit Strom versorgen zu können. Dazu müssen Sie sich die Komponenten und deren Stromverbrauch angucken.

Gehäuselüfter

Damit die Wärme die durch den Rechner erzeugt wird, sich nicht staut und die Komponenten nicht überhitzen, sollten Sie genug Lüfter im Gehäuse platzieren. Die Luft sollte durch die Lüfter am besten nach oben ziehen und aus dem Gehäuse gepustet bzw. gesaugt werden.

Der Zusammenbau Schritt für Schritt

Nun haben wir alle Komponenten kurz angesprochen und vorgestellt. So langsam, wird deutlich, wie ein Rechner funktioniert oder?
Nun beginnen wir mit dem Zusammenbau der Komponenten.
Wichtig! Jeder Computer ist anders, es gibt keine exakte Anleitung für alle Komponenten. In dieser Anleitung wird das Wichtigste erklärt, einige Schritte müssen Sie aus der Bedienungsanleitung entnehmen. Aber darauf weisen wie Sie nochmal hin.

Schritt 1 – Prozessor installieren

Nehmen Sie den Prozessor und legen Sie diese auf einen Karton, achten Sie dabei darauf, die Platine nicht zu zerkratzen. Öffnen Sie den Sockel, in dem Sie den Hebel am Sockel lösen. Packen Sie den Prozessor vorsichtig aus und fassen Sie diesen nur seitlich an den Rändern an. Legen Sie diesen in den Sockel. Achten Sie auf die Markierung in der Ecke des Prozessors und der Markierung in der Ecke am Mainboard. Diese Ecken gehören zusammen. Die CPU sollte ohne Gewalteinwirkung in den Sockel passen. Danach spannen Sie den Hebel an und die CPU wird am Mainboard befestigt. Der Schutzdeckel fällt dabei ab, bewahren Sie diesen aus Gewährleistungszwecken auf.

Schritt 2 – Arbeitsspeicher montieren.

Nun müssen die Arbeitsspeicher-Riegel am Mainboard montiert werden. Das ist mit geringem Aufwand möglich. Hier sollte in der Anleitung geprüft werden, in welcher Reihenfolge die Riegel ins Mainboard montiert werden.

Schritt 3 – Prozessorkühler installieren

Jetzt widmen wir uns wieder dem Prozessor. Zunächst muss eine Wärmeleitpaste aufgetragen werden. Die Wärmeleitpaste muss richtig dosiert werden. Ein guter Trick ist, eine kleinen Erbsen-förmlichen kleck auf dem Prozessor zu platzieren. Durch das Gewicht des Kühlers wird die Wärmeleitpaste gut und gleichmäßig verteilt.
Nun wird der Kühler auf dem Prozessor platziert und am Mainboard festgeschraubt.
Der Stromanschluss für den Lüfter am Kühlblock muss am Mainboard angeschlossen werden. Meist steht am Anschluss vom Mainboard die Bezeichnung CPU_1. Genaueres kann der Bedienungsanleitung entnommen werden.

Schritt 4 – Mainboard im Gehäuse montieren

Nun muss das Mainboard im Gehäuse angebracht werden. Die Schrauben werden im Regelfall mitgeliefert.

Schritt 5 – Grafikkarte anbringen

Nun müssen Sie die Grafikkarte am Mainboard und am Gehäuse montieren. Die Grafikkarte wird zunächst im Mainboard an dem Anschluss montiert und dann am Gehäuse nochmal festgeschraubt, damit das Mainboard nicht durch das Gewicht belastet wird.

Schritt 6 – Festplatten montieren

Die Festplatten müssen nun mit einem SATA-Kabel am Mainboard angeschlossen werden und am Gehäuse montiert werden. Jedes Gehäuse hat seinen eigenen Befestigungsort für die Festplatten.

Schritt 7 – das Netzteil montieren

Nun wird zuletzt das Netzteil montiert, auch hier ist der Platz sehr individuell. Beachten Sie hierbei, dass Sie die Lüftung vom Netzteil nicht verdeckt wird. Der Lüfter muss Zugang zur Umgebungsluft haben, um funktionieren zu können.

Schritt 8 – Verkabelung

Das wohl schwierigste beim Zusammenbau kommt jetzt. Dafür brauchen Sie die Anleitungen der verschiedenen Komponenten. Zunächst schließen Sie die Komponenten mit den jeweiligen Stromkabeln am Netzteil an. Danach müssen Sie noch einige Kabel vom Gehäuse am Mainboard befestigen. Hier sollten Sie sich auf jeden Fall an die Bedienungsanleitung des Mainboards halten.

Schritt 9 – Kontrolle und Anschalten

Kontrollieren Sie nochmal, ob Sie alles, was benötigt wird, angeschlossen haben. Falls Ja, können Sie den Rechner nun am Monitor anschließen, den Rechner am Netz einschalten und den Knopf am Netzteil (wenn vorhanden) anknipsen. Der Monitor sollte zuerst am Mainboard am Gehäuse angeschlossen werden, da die Grafikkarte erst einen Treiber braucht, damit Sie ein Bild ergeben kann. Wenn Sie den Computer nun einschalten, sollten Sie nun in das Bios kommen sollen, wo Sie danach Windows installieren können.

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